LeserMail an die GRAPHOLOGIENEWS


Von Dr. Wolfgang Caspart:

„Der Beitrag „ Neuestes zu den beiden (!) Basisschriften“ veranlasst mich zu einer kurzen Stellungnahme: Es kann nicht die Aufgabe der Vermittlung von Kulturfertigkeiten gehören, den Jungen alles so zu erleichtern, dass nur mehr Verluste übrig bleiben: Druckschrift statt Kurrentschrift, Stammeldeutsch statt Grammatik und Ausdrucksfähigkeit oder Rechenprogramme statt Mathematik sogar in den Grundrechenarten. Und das alles vielleicht noch unter dem Titel "Bildungs- und Informationsgesellschaft". Dem allgegenwärtigen Kulturverlust muss energisch entgegen getreten werden. Über die Individualisierung mache ich mir keine Sorgen, sie stellt sich ja erfahrungsgemäß sowieso ein. Die Voraussetzung der Kreatitätsentwicklung ist aber, die Grundlagen zu beherrschen (z.B. Instrumentenspiel vor Eigenkompositionen, Statik vor individueller Architektur oder Aktzeichnen können vor persönlichem Malstil).“